{"id":86360,"date":"2023-10-19T16:52:57","date_gmt":"2023-10-19T14:52:57","guid":{"rendered":"https:\/\/gallehr.flei.dev\/?p=86360"},"modified":"2025-11-17T17:03:09","modified_gmt":"2025-11-17T16:03:09","slug":"carbon-footprint-leitfaden-nach-together-for-sustainability","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gallehr.flei.dev\/de\/carbon-footprint-leitfaden-nach-together-for-sustainability\/","title":{"rendered":"CO2-Bilanzierungs-Systematik nach Together for Sustainability"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"article-editor-content__heading\" data-pm-slice=\"1 1 []\">Der Chemiestandard zur Product Carbon Footprint nach TfS<\/h2>\n<p>Der T\u00dcV gepr\u00fcfte Leitfaden von <a href=\"https:\/\/www.tfs-initiative.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Together for Sustainability <\/em>(TfS)<\/a> wurde im November 2022 ver\u00f6ffentlicht und soll Unternehmen die Erstellung eines Product Carbon Footprints (PCF) erleichtern.<\/p>\n<h3>Bisherige Methode zur Erstellung eines Product Carbon Footprint<\/h3>\n<p>Der Kohlenstofffu\u00dfabdruck eines Unternehmens ist sehr komplex und die Anforderungen an die Berichterstattung somit hoch. Das Greenhouse Gas Protocol (<a href=\"https:\/\/ghgprotocol.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GHG-Protocol)<\/a> gab bisher einen global standardisierten Rahmen f\u00fcr die Protokollierung und Berechnung von Treibhausgasemissionen. Im Fokus steht das Treibhausgas CO<sub>2<\/sub>. Laut dem Umweltbundesamt betr\u00e4gt das Kohlenstoffdioxid knapp 90% aller Treibhausgasemissionen und ist somit das bedeutendste aller Treibhausgase (THG).<\/p>\n<p>Das GHG-Protocol besteht aus zahlreichen Ver\u00f6ffentlichungen, die Anleitungen zu allen Bereichen der Emissionsanalytik enthalten. Es beinhaltet Definitionen f\u00fcr Einordnungen in Kategorien, Optionen zur Emissionsermittlung, -verarbeitung und -berechnung. Diese Verbreitung notwendigen Wissens zur Treibhausgasanalytik ist f\u00fcr Unternehmen essenziel, um ihrer globalen Verantwortung zur Emissionsreduktion gerecht zu werden.<\/p>\n<p>Das GHG-Protocol beinhaltet Anleitungen f\u00fcr s\u00e4mtliche Sektoren und Unternehmensstrukturen. Deshalb werden verschiedene Handlungsoptionen aufgezeigt aus denen Unternehmen ausw\u00e4hlen k\u00f6nnen. Dies hat dazu gef\u00fchrt, dass Unsicherheiten entstehen, welche Optionen schlussendlich adaptiert werden sollen. An anderen Stellen fehlen Erg\u00e4nzungen, die Unternehmen ebenfalls in Unsicherheiten f\u00fchrt, wie sie berichten sollen.<\/p>\n<h3>Der PCF nach TfS<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tfs-initiative.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Together for Sustainability<\/a> hat mit seinem Leitfaden nun Spezifizierungen f\u00fcr die Chemieindustrie generiert, wie ein PCF erstellt werden soll. Der Leitfaden bezieht sich auf das bereits bestehende GHG-Protocol und den 14000er ISO-Standards und erweitert diese. Zu diesen wird teilweise verwiesen, erg\u00e4nzend Stellung bezogen oder eine Erkl\u00e4rung mit Fallbeispielen angef\u00fcgt. TfS f\u00fchrt erstmals Spezifikationen f\u00fcr den Einbezug von Carbon Capture and Utilization (CCU) und Carbon Capture and Storage (CCS) ein. Besonderes Augenmerk wird auf die in der Chemiebranche komplexe Protokollierung von gekauften Waren (Scope 3.1) gelegt.<\/p>\n<p>Das Ziel ist die Dekarbonisierung der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette, was nur durch ein Zusammenwirken aller Beteiligten m\u00f6glich ist. Besonderer Fokus wird der Erreichung von Vereinheitlichungen und Transparenz gewidmet. Einheitliche Anforderungen erleichtern Unternehmen die Entscheidungsfindung und bewirken eine bessere Vergleichbarkeit. Transparenz wird in allen Bereichen gefordert und ist in der sich stark unterscheidenden Chemiebranche essenziell f\u00fcr die Wissensverbreitung und Vereinheitlichungen. Analysen basieren auf den Daten von Zulieferern. Es wird dazu aufgerufen Zulieferer zu einer normkonformen Berichterstattung zu bewegen und sie hierbei zu unterst\u00fctzen. Nur so kann eine Korrektheit der Berichte erreicht werden und die Verwendung von ungenauen Sch\u00e4tzungen vermieden werden.<\/p>\n<h3>Prinzipien der Berichterstattung<\/h3>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\"><u>Relevanz:<\/u><\/span> Bei der Erhebung von jeglichen Aktivit\u00e4ten, Daten und deren Quellen sollte stets \u00fcberpr\u00fcft werden, ob und mit welcher Relevanz sie ben\u00f6tigt werden.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\"><u>Vollst\u00e4ndigkeit:<\/u><\/span> Damit der PCF die tats\u00e4chliche Emissionsaktivit\u00e4t eines Unternehmens widerspiegelt ist es wichtig, dass die Angaben auf eine Vollst\u00e4ndigkeit abzielen. L\u00fccken sollten begr\u00fcndet mitaufgenommen und deren m\u00f6gliche Auswirkungen beschrieben werden.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\"><u>Konsistenz:<\/u><\/span> Um eine Vergleichbarkeit zwischen PCFs aus verschiedenen Jahren zu gew\u00e4hrleisten ist eine konsistente Bilanzierung notwendig. \u00c4nderungen bed\u00fcrfen einer Dokumentation, Rechtfertigung und k\u00f6nnen zu der Notwendigkeit einer Neuberechnung des Basisjahres f\u00fchren.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\"><u>Transparenz:<\/u> <\/span>Jegliche Informationen zu Prozessen, Verfahren, Annahmen und Beschr\u00e4nkungen des Inventars sollten klar, sachlich, neutral und nachvollziehbar offengelegt werden.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\"><u>Exaktheit:<\/u><\/span> Um R\u00fcckschl\u00fcsse aus dem Bericht ziehen zu k\u00f6nnen, ist die Exaktheit der Angaben relevant. Durch Vertrauen in die Angaben k\u00f6nnen Entscheidungsfindungen erleichtert werden.<\/p>\n<p>Unter Umst\u00e4nden m\u00fcssen diese Prinzipien gegeneinander abgew\u00e4gt werden. Mit jeder weiteren Erstellung eines PCFs sollten Wissensl\u00fccken reduziert und die Qualit\u00e4t gesteigert werden.<\/p>\n<h3>Einteilung in drei Scopes<\/h3>\n<p>Die Einteilung der Treibhausgasemissionen eines Unternehmens erfolgt wie im GHG-Protocol eingef\u00fchrt in drei Kategorien, die so genannten Scopes. Die Einheit mit der die Emissionen angegeben werden ist das Kohlenstoffdioxidequivalent (CO<sub>2<\/sub>e).<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Scope 1<\/span> enth\u00e4lt alle direkten Emissionen, die ein Unternehmen durch dessen Produktion erzeugt.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Scope 2<\/span> Emissionen resultieren aus der Erzeugung bezogener Energie, wie bspw. Elektrizit\u00e4t und W\u00e4rme.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Scope 3<\/span> enth\u00e4lt alle indirekten Emissionen, die aus anderen Quellen im Up- und Downstream der Lieferkette stammen. Scope 3.1 beinhaltet bspw. gekaufte G\u00fcter und Dienstleistungen.<\/p>\n<h3>Bestimmung der Scope 3.1 Emissionen nach dem cradle-to-gate Prinzip<\/h3>\n<p>Das cradle-to-gate Prinzip beschreibt die Erfassung aller Emission die von der F\u00f6rderung des Rohmaterials bis zum fertigen Produkt bei dem Unternehmen entstehen. In der Chemieindustrie herrscht ein komplexer Warenverkehr zwischen Unternehmen, weshalb der exakten Protokollierung des Scope 3.1, gekaufte Waren und Dienstleistungen, eine besondere Wichtigkeit zukommt. In dieser Scopekategorie wird alles dokumentiert, was dem Upstream der Lieferkette zuzuordnen ist und nicht in die anderen Upstream Scopes 3.2 bis 3.8 geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>M\u00f6gliche Beispiele f\u00fcr Scope 3.1 Aktivit\u00e4ten:<\/p>\n<ul>\n<li>Gewinnung von Rohstoffen<\/li>\n<li>Landwirtschaftliche T\u00e4tigkeiten<\/li>\n<li>Herstellungen, Produktionen und Verarbeitungen, die nicht dem Unternehmen zuzuschreiben sind<\/li>\n<li>Behandlung vorgelagerter Abf\u00e4lle<\/li>\n<li>Landnutzungen<\/li>\n<li>Transporte im Upstream der Lieferkette f\u00fcr die das Unternehmen nicht zahlt<\/li>\n<li>Alle anderen Aktivit\u00e4ten die vor dem Erwerb anfallen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Vorgehensweise zur Bestimmung der Emission dieser Kategorie ist die Sammlung von Aktivit\u00e4tsdaten mit passenden Emissionsfaktoren (EF) und die anschlie\u00dfende Multiplizierung zu einer Emissionseinheit.<\/p>\n<h4>Aktivit\u00e4tsdaten<\/h4>\n<p>Die f\u00fcrsorgliche Datenerhebung ist relevant, da sie die Basis f\u00fcr die Berichterstellung ist. Hierzu gibt der Leitfaden einen Schritt-f\u00fcr-Schritt Prozess, der von einer Verf\u00fcgbarkeits\u00fcberpr\u00fcfung, \u00fcber Datenvor- und -nachbereitungen bis zur Kategorisierung, Priorisierung und Datenbeschaffungsstrategien reicht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_86352\" aria-describedby=\"caption-attachment-86352\" style=\"width: 605px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-86352 size-full\" src=\"https:\/\/gallehr.flei.dev\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/TfS1.png\" alt=\"Aktivit\u00e4tsdaten, Daten, Zulieferer, Prioritisierung, Kategorisierung,\" width=\"605\" height=\"227\" srcset=\"https:\/\/gallehr.flei.dev\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/TfS1.png 605w, https:\/\/gallehr.flei.dev\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/TfS1-300x113.png 300w, https:\/\/gallehr.flei.dev\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/TfS1-350x131.png 350w\" sizes=\"(max-width: 605px) 100vw, 605px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-86352\" class=\"wp-caption-text\">Source: TfS_PCF_guidelines_2022_English.pdf (Seite 17)<\/figcaption><\/figure>\n<p>F\u00fcr eine verbesserte Effizienz wird eine Einteilung von Aktivit\u00e4tsdaten in produktbezogene und nicht-produktbezogene Produkte empfohlen. Bei gro\u00dfen Datens\u00e4tzen wird ein Clustern in Unterkategorien empfohlen.<\/p>\n<p>Bei der Analyse von Aktivit\u00e4ten wird eine Priorisierung \u00fcber die erzeugte Menge an Kohlenstoffdioxid empfohlen. Falls das nicht m\u00f6glich ist kann auch der Preis herangezogen werden und die jeweiligen Aktivit\u00e4ten danach sortiert werden, wovon TfS jedoch abr\u00e4t. Der Leitfaden listet gepr\u00fcfte Klassifizierungssysteme auf, welche f\u00fcr die Kartierung von Aktivit\u00e4tsdaten und Emissionsfaktoren herangezogen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h4>Emissionsfaktoren<\/h4>\n<p>F\u00fcr eine realit\u00e4tsnahe Bestimmung der erzeugten Emissionen ist die Verwendung von passenden Emissionsfaktoren essenziell. F\u00fcr die richtige Auswahl gibt der Leitfaden den folgenden Schritt-f\u00fcr-Schritt Prozess.<\/p>\n<figure id=\"attachment_86354\" aria-describedby=\"caption-attachment-86354\" style=\"width: 605px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-86354 size-full\" src=\"https:\/\/gallehr.flei.dev\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/TfS2.png\" alt=\"Daten Verf\u00fcgbarkeit Bearbeitung, mapping, EF Emissionsfaktor, Zulieferer, Datenbank, Strategie\" width=\"605\" height=\"258\" srcset=\"https:\/\/gallehr.flei.dev\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/TfS2.png 605w, https:\/\/gallehr.flei.dev\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/TfS2-300x128.png 300w, https:\/\/gallehr.flei.dev\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/TfS2-350x149.png 350w\" sizes=\"(max-width: 605px) 100vw, 605px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-86354\" class=\"wp-caption-text\">Source: TfS_PCF_guidelines_2022_English.pdf (Seite 22)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Es sollten produktionsspezifische Emissionen eigens generiert werden. Wenn das nicht m\u00f6glich ist, kann auf verschiedene gepr\u00fcfte Datenquellen f\u00fcr Emissionsfaktoren zur\u00fcckgegriffen werden. Im Leitfaden folgt eine detaillierte \u00dcbersicht mit Vor- und Nachteilen spezifischer Datenbanken.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend folgt die Multiplikation zu einer Emissionseinheit.<\/p>\n<figure id=\"attachment_86363\" aria-describedby=\"caption-attachment-86363\" style=\"width: 605px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-86363 size-full\" src=\"https:\/\/gallehr.flei.dev\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/TfS3-2.png\" alt=\"Aktivit\u00e4tsdaten, Emissionsfaktoren, Scope 3.1, Emissionseinheit, Berechnung, Daten, Faktor\" width=\"605\" height=\"409\" srcset=\"https:\/\/gallehr.flei.dev\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/TfS3-2.png 605w, https:\/\/gallehr.flei.dev\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/TfS3-2-300x203.png 300w, https:\/\/gallehr.flei.dev\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/TfS3-2-350x237.png 350w\" sizes=\"(max-width: 605px) 100vw, 605px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-86363\" class=\"wp-caption-text\">Source: TfS_PCF_guidelines_2022_English.pdf (Seite 16)<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Berechnungsspezifikationen f\u00fcr die Erstellung eines PCFs<\/h3>\n<p>Der Leitfaden sieht eine Erstellung nach dem bereits beschriebenen <span style=\"text-decoration: underline;\">cradle-to-gate<\/span> Prinzip vor. Nachfolgenden ist die Abgrenzung zum cradle-to-grave Prinzip schematisch dargestellt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_86356\" aria-describedby=\"caption-attachment-86356\" style=\"width: 605px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-86356 size-full\" src=\"https:\/\/gallehr.flei.dev\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/TfS3.png\" alt=\"cradle-to-gate cradle-to-grave, Scope 1. Scope 2, Scope 3, Upstream, Downstream\" width=\"605\" height=\"226\" srcset=\"https:\/\/gallehr.flei.dev\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/TfS3.png 605w, https:\/\/gallehr.flei.dev\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/TfS3-300x112.png 300w, https:\/\/gallehr.flei.dev\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/TfS3-350x131.png 350w\" sizes=\"(max-width: 605px) 100vw, 605px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-86356\" class=\"wp-caption-text\">Source: TfS_PCF_guidelines_2022_English.pdf (Seite 39)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Schritt-f\u00fcr-Schritt Anleitung:<\/p>\n<ol>\n<li>Zieldefinition: Einheiten sollten festgelegt und relevante Aktivit\u00e4ten und Prozesse identifiziert werde.<\/li>\n<li>Aktivit\u00e4tsdaten innerhalb der definierten Systemgrenze sammeln.<\/li>\n<li>Standortspezifische Aktivit\u00e4tsdaten und Emissionsfaktoren zu CO<sub>2<\/sub>e pro definierte Einheit umrechnen.<\/li>\n<li>Berechnete Emissionen summieren. Eine anschlie\u00dfende Erstellung von gewichteten Durchschnittswerten von verschiedenen Standorten kann die Kommunikation erleichtern.<\/li>\n<li>Dokumentieren und berichten.<\/li>\n<\/ol>\n<p>F\u00fcr die Berechnung eines PCF sollten die internen Prim\u00e4rdaten nicht \u00e4lter als f\u00fcnf Jahre alt sein, externe Sekund\u00e4rdaten nicht \u00e4lter als zehn Jahre. Ein PCF ist maximal f\u00fcnf Jahre g\u00fcltig. Es werden regelm\u00e4\u00dfige Neuberechnungen empfohlen, vor allem wenn die Abweichung gr\u00f6\u00dfer als 20% w\u00e4re. Die Vollst\u00e4ndigkeit sollte \u00fcber 95% liegen, wobei eine Erreichung von mindestens 98% in allen Scopes empfohlen wird. F\u00fcr Berechnungen bei Datenl\u00fccken k\u00f6nnen proximierte Daten von \u00e4hnlichen Produkten, wie bspw. von \u00e4hnlichen chemischen Produkte oder Stromerzeugungsdaten aus einem anderen Gebiet, \u00fcbernommen und angepasst werden. Notfalls bleibt die Absch\u00e4tzung, welche jedoch von Experten getroffen werden sollte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Zusammenfassung und Bewertung<\/h3>\n<p>Der Leitfaden von <em>Together for Sustainability<\/em> schlie\u00dft an das GHG Protocol und den ISO-Standards an und erg\u00e4nzt sie. Es wird zu diesen Standards verwiesen, Grundlegendes zusammengefasst und aufbereitet. Schritt-f\u00fcr-Schritt Anleitungen erleichtern die Nachvollziehbarkeit und konkretisieren komplexe Aufgaben. Es werden nur geringf\u00fcgig komplett neue Inhalte eingef\u00fchrt, wie die CCU\/CCS Thematik, aber das ist auch gut so. Das Ziel dieser Publikation ist es nicht Berichterstattungsspezifikationen auf den Kopf zu stellen, sondern Unternehmen bei Ihren Bem\u00fchungen zur Erreichung der Klimaneutralit\u00e4t zu unterst\u00fctzen. Damit aktuelle Handreichungen existieren, in denen Unternehmen Antworten auf aktuelle Fragen finden, sind regelm\u00e4\u00dfige Ver\u00f6ffentlichungen wie diese notwendig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Folgende weitere T\u00e4tigkeiten f\u00fchren wir in diesem Umfeld gerne f\u00fcr Sie durch:<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/gallehr.flei.dev\/leistungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Unterst\u00fctzungsarbeit bei der Antragstellung auf Strompreiskompensation\u00a0 <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/gallehr.flei.dev\/de\/leistungen\/verpflichtender-emissionshandel-eu-und-de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BEHG-Carbon-Leakage Verordnung (BECV) \u2013 Beantragung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/gallehr.flei.dev\/de\/leistungen\/klima-und-csr-strategie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wirtschaftlichkeitsbewertung von Energieeffizienzma\u00dfnahmen nach DIN EN 17463 \u2013 VALERI<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/gallehr.flei.dev\/leistungen\/managementsysteme\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Entwicklung, Einf\u00fchrung und Betrieb von Energie-, Umwelt- und Klimamanagementsystemen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/gallehr.flei.dev\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GALLEHR+PARTNER<sup>\u00ae<\/sup><\/a> ist seit 2007 der <a href=\"https:\/\/gallehr.flei.dev\/leistungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">erfahrene Lotse<\/a> f\u00fcr die Wirtschaft auf dem Weg zur CO\u2082-Neutralit\u00e4t. Zu dem Kundenstamm von GALLEHR+PARTNER<sup>\u00ae<\/sup> geh\u00f6rt eine Vielzahl national und international renommierter Unternehmen. Diese ber\u00e4t und unterst\u00fctzen wir teilweise bis zur vollst\u00e4ndigen eigenverantwortlichen \u00dcbernahme relevanter Prozesse inkl. bei <a href=\"https:\/\/gallehr.flei.dev\/leistungen\/verpflichtender-emissionshandel-eu-und-de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fragen<\/a> rund um die Antragstellung zur Strompreiskompensation der deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt).<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Chemiestandard zur Product Carbon Footprint nach TfS Der T\u00dcV gepr\u00fcfte Leitfaden von Together for Sustainability (TfS) wurde im November [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[180,178],"tags":[770,771,772,773,774,775,776],"class_list":["post-86360","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-news","category-archiv","tag-emissionen","tag-cradle-to-gate","tag-product-carbon-footprint","tag-scope-3-1","tag-aktivitaetsdaten","tag-emissionsfaktor","tag-ghg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gallehr.flei.dev\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86360","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gallehr.flei.dev\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gallehr.flei.dev\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gallehr.flei.dev\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gallehr.flei.dev\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=86360"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/gallehr.flei.dev\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86360\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gallehr.flei.dev\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=86360"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gallehr.flei.dev\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=86360"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gallehr.flei.dev\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=86360"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}